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D.Administrator 13.05.2005


Amerika und der irakische Ketschup

Dieser Text braucht keine Vorbemerkung.

[Schildburg, 32. Jan. 2003] - Der gestrige Besuch von UNO-Generalsekretär Kofi Anan im Pariser Elyseepalast ergab eine Überraschung. Präsident Chrirac erklärte schon zu Beginn des Gipfeltreffens aussergewöhnlich freimütig: "Wir alle sollten mittlerweile wissen, dass die anstehende Exkursion in den Irak eindeutig im Zusammenhang mit den enormen Ketschupvorkommen besonders im Süden des Landes zu verstehen ist." Chirac bezog sich auf eine Bemerkung des amerikanischen Verteitigungsministers D. Rumsfeld, der bereits am Mittwoch voriger Woche feststellte: "Ketschup ist ein Stoff, der zu wertvoll ist, als dass man ihn den Arabern überlassen kann." Weiterhin sei die USA fest entschlossen, die Küchenabfälle von Saddam Hussein den Obdachlosen in New York City zuzuführen."

Inzwischen müssen alle Versuche von Herrn Blix als Vertreter des europäischen Lebensmittelsyndikats der US-amerikanischen Seite weitreichende Kompensationsgeschäfte anzubieten, als gescheitert gelten. Den Import umfangreicher Mengen von dänischer Remoulade hatte Präsident Bush bereits Anfang des Jahres mehrfach als unzureichend abgelehnt. Der Saúdi-Arabische Ketschupminister Jamani bedankte sich dennoch für die gastronomische Initiative der europäischen Küchenunion und kündigte an, alle Sossenpreise weiterhin kalkulierbar zu halten.

Aus Bagdad verlautete heute morgen einmal mehr, dass der Irak nach dem Völkerrecht Anspruch auf Rezeptfreiheit erhebe, wie jedes andere Land. Für die World-Gourmets-Organisation würden Bagdads Küchen jedoch jederzeit offenstehen. Aus gut informierten Kreisen heisst es, Badgad erwäge sich der kulinarischen "open-sauce"-Bewegung anzuschliessen. Eine eigenständige Initiative der Bundesregierung wurde indes am Morgen in Berlin dementiert. Bundeskanzler Schröder erteilte der Senf & Sauerkraut-Diplomatie der neunziger Jahre endgültig eine Absage. "Ob mit oder ohne Thüringer Bratwurst, ohne einen weiteren Michelinstern der UNO ist mit uns keine Änderung der globalen Speisekarte zu machen", bestätigte auch Frau Künast von Den Grünen.

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